10.03.2017

„Es findet sich immer etwas zu tun“

 

Wenn man mit Klaus Zeisig spricht, dann merkt man sofort: Vor einem sitzt ein sehr zufriedener Mann. Woran man das erkennt? Er beendet jeden Satz mit einem ehrlichen Lachen. Grund dazu hat Zeisig alle Mal. Der Seniorchef des ibz Ingenieurbüros Zeisig sieht das Unternehmen auf einem hervorragenden Weg.

„Ich habe 1996 im Keller meines Hauses in Schwend meine Selbstständigkeit begonnen“, erzählt der staatlich geprüfte Versorgungstechniker im Plauderton. „Damals war ich der einzige Mitarbeiter meines Planungsbüros.“ Die Umstellung war groß für Zeisig: „Ich hatte zwar hervorragende Kontakte, aber das elektronische Zeichnen mit dem Programm autoCAD musste ich mir nach Feierabend und an den Wochenenden in Schulungen und durch viel Ausprobieren selbst beibringen. (lacht) Vielleicht habe ich deswegen noch im ersten Jahr einen Zeichner eingestellt (lacht noch mehr).“

Nach rund fünf Jahren war der Keller zu klein für das neue Planungsbüro. Mit einem Anbau erweiterte Zeisig die Bürofläche um rund 50 Quadratmeter. Platz für vier Mitarbeiter. Doch der stolzeste Moment war für Zeisig der Einsteig seines Sohnes Sebastian ins Unternehmen. „Das war 2009“, schildert der Seniorchef. „Als mir Sebastian erzählte, er wolle einsteigen, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Ich habe mir nur gedacht: Besser kann es gar nicht gehen.“ Inzwischen zeigt sich: Er hatte recht. 18 motivierte Mitarbeiter, nagelneue Büroräume, große Aufträge - der Juniorchef hat das ibz im Griff.

Deshalb sieht Klaus Zeisig seine Zukunft im Unternehmen sehr entspannt: „Ich werde im April 60 Jahre alt. Es macht mir immer noch wahnsinnig viel Spaß, aber nachdem es mit dem Unternehmen so gut läuft, werde ich mich nach und nach aus dem Planungsbüro zurückziehen. Aber ein bisschen Zeit lasse ich mir noch. Auch wenn ich einen perfekten Nachfolger gefunden habe, findet sich immer etwas zu tun.“ Dieses Mal ist sein Lachen besonders lang und zufrieden.