19.02.2018

Kunsthalle Nürnberg bekommt neues Dach

Die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude ist eine ganz besondere Herausforderung. Schließlich muss moderne Technik geplant und verbaut werden, ohne den ursprünglichen Gesamteindruck zu beeinträchtigen. Diesen Spagat geht das ibz Ingenieurbüro Zeisig beim Dach der Kunsthalle Nürnberg.

Rund 3,3 Millionen nimmt die Stadt Nürnberg für die Sanierung des Daches der Kunsthalle in der Lorenzer Straße in die Hand. Bis zum Frühjahr 2019 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. „Schwerpunkt der Arbeiten werden die energetische Verbesserung der Dachflächen durch Dämmung, die statische Verstärkung der Tragwerke, die Erneuerung der zahlreichen Verglasungen und die Modernisierung der Lüftungsanlage sein“, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich in einer Pressemitteilung der Stadt Nürnberg. Das historische Dach besteht aus einer Vielzahl einzelner kleiner Satteldächer und geneigter Flächen mit großflächigen Einfachverglasungen.

„Die Bausubstanz stammt größtenteils aus dem Jahr 1913“, erläutert ibz-Geschäftsführer Sebastian Zeisig. „Für uns wird es ein spannendes Projekt, die Lüftungsanlage sowie die Elektrotechnik und die Heizungsanlage in die denkmalgeschützten Gemäuer hinein zu planen. Die letzte Sanierung fand in den 50er Jahren statt, um die Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg zu beseitigen. Seitdem wurde dort nicht mehr viel gemacht.“

Die Kunsthalle Nürnberg hat in den vergangenen 50 Jahren in rund 400 Ausstellungen wichtige Tendenzen der Gegenwartskunst vorgestellt und sich damit immer wieder in das überregionale zeitgenössische Kunstgeschehen eingebracht. Das ibz Ingenieurbüro Zeisig wird nun einen kleinen aber wichtigen Teil dazu beitragen, dass diese Geschichte weitergeht.