22.04.2016

Familienunternehmen erweitert im Jubiläumsjahr am Standort Schwend

Bildunterschrift (von links):

Sebastian Zeisig übergibt die Kassette an Jörg Maisel zum Einbau. Bei der Grundsteinlegung dabei: Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz, Heinz Feuchtinger, Illschwangs Bürgermeister Dieter Dehling, Birglands Bürgermeisterin Brigitte Bachmann, Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger und Seniorchef Klaus Zeisig

Schwend. „Mit einer Firmenerweiterung ist es wie mit dem Besteigen eines Berges: Es ist wichtig, den ersten Schritt zu machen.“ Sebastian Zeisig, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Zeisig, hat diesen ersten Schritt gemacht. Zum 20-jährigen Bestehen des Unternehmens wird die Bürofläche um 180 Quadratmeter auf insgesamt rund 600 Quadratmeter wachsen - Platz für sechs weitere moderne Arbeitsplätze, die zu den bisher bereits 15 Arbeitsplätzen hinzukommen. Geplant wurde die Erweiterung von der Firma Feuchtinger aus Cham, realisiert wird es von der Maisel Bauunternehmung GmbH aus Hohenstadt. Bei der Grundsteinlegung am Freitag wagte Zeisig einen Blick in die Zukunft und blieb dabei in der Bergsteigersprache: „Unser Unternehmen wird in den neuen Räumen noch so einige Expeditionen, sprich neue Projekte, planen und steuern können. Ich bin mir sicher, wenn das Gebäude erst einmal steht, werden wir in den kommenden Jahren noch so manchen Umsatzgipfel erklimmen.“

Für so viel Unternehmergeist gab es lobende Worte und viel Rückenwind aus der Politik. Das zeigte sich auch an der Besucherliste der Grundsteinlegung: Neben den beiden Bundestagsabgeordneten Alois Karl und Barbara Lanzinger war auch Landtagsabgeordneter

Lob aus der Politik

Dr. Harald Schwartz nach Schwend gekommen. Aus der Lokalpolitik machten die stellvertretende Landrätin und Bürgermeisterin von Birgland Brigitte Bachmann und Illschwangs Bürgermeister Dieter Dehling ihre Aufwartung. Sie alle bedankten sich bei Seniorchef Klaus Zeisig, der das Ingenieurbüro 1996 gegründet hatte, und seinem Sohn, der 2012 als Geschäftsführer übernahm. Gerade auf dem „flachen Land“ sei es besonders wichtig, dass junge Unternehmer in die Standorte investieren und Arbeitsplätze schaffen, darin waren sich alle Politiker einig. Mit der Erweiterung wird das Unternehmen seit dem Neubau 2014 rund eine Million Euro in den Standort Schwend investiert haben.

Vorreiter bei 3D-Planung

Das Ingenieurbüro Zeisig ist unter anderem Generalplaner für technische Gebäudeausrüstung, Heizanlagen, Lüftungs- und Klimaanlagen, Elektrotechnik und Förderanlagen. Dazu beschäftigt das Unternehmen Techniker, Ingenieure, Bauleiter, Technische Zeichner und Kaufleute. Sie alle arbeiten mit modernster Technik. „Wir nutzen bereits seit mehreren Jahren das sogenannte ,Building Information Modeling’. Also 3D-Planung, die insbesondere bei öffentlichen Bauvorhaben alle verschiedenen Arbeitsschritte zusammenführt - Planen-Bauen 4.0 sozusagen“, erklärt Sebastian Zeisig.

Dieses System wurde erst vergangenes Jahr von Bundesbauminister Alexander Dobrindt als Wunschstandard ausgerufen. Da war das Ingenieurbüro Zeisig schon lange mit der Technik vertraut.

Münzen, Zeitung und Urkunde für Nachwelt

„Eines Tages, wenn hoffentlich viele unserer kommenden Firmenexpeditionen in die Geschichte eingegangen sind, wird vielleicht jemand die Kassette in unserem Grundstein öffnen und Interessantes über unsere heutige Zeitgeschichte erfahren“, so Zeisig. Dafür hat das Unternehmen eine aktuelle Tageszeitung, Münzen und eine Urkunde im hohlen Grundstein hinterlegt. Bis jemand den nun verlegten Grundstein ausgräbt sollen aber noch viele Jahre vergehen. Das nächste Projekt ist auch schon ins Auge gefasst: Für September sucht das Ingenieurbüro zwei Auszubildende für den Beruf Technischer Systemplaner Elektrotechnik sowie Versorgungs- und Ausrüstungstechnik. Diese werden dann hoffentlich schon im neuen Gebäude arbeiten.